Probst-Schützlinge stehen im Finale
SG Lauscha/Neuhaus  -  Erlauer SV Grün-Weiß  2:0 (1:0)

„Finale – Finale" so klang es nach dem Schlusspfiff von Schiedsrichter Marko Linß (Burgkunstadt) lautstark aus der Kabine der SG auf dem Lauschaer Tierberg.
In einem mitreißenden Pokal-Fight vor immerhin 200 Zuschauern und bei besten Bedingungen gewannen die Probst-Schützlinge völlig verdient gegen den Kreisoberligisten Erlau und stehen nun im Finale um den Kreispokal der Schlossbrauerei Schwarzbach.
Nach Sachsenbrunn/Crock und Milz hat der Kreisligist  nun im Halbfinale eine weitere Mannschaft der höherklassigen Kreisoberliga aus dem Pokal geworfen, ein toller Erfolg und eine kleine Entschädigung für den in der Vorwoche verpatzten Aufstieg.
Beide Mannschaften gingen couragiert in die Begegnung und suchten die Offensive. Ein erstes Achtungszeichen setzte Büchner mit einem Distanzschuss, den Allzeit im Gäste-Tor glänzend parierte (4.).
In Minute 14 einer der vielen sehenswerten Angriffszüge der Gastgeber, Holl wurde im Strafraum gefoult und Töpfer verwandelte den Foulelfmeter sicher zur verdienten Führung.
Diese auszubauen verpasste Töpfer, als sein Kopfball völlig freistehend nach Ecke über den Kasten ging (26.). Das Geschehen wogte auf und ab.
In der 38. Minute verletzte sich Erlaus Heidmüller ohne gegnerische Schuld und musste ins Krankenhaus gebracht werden, ihm baldigste Genesung. Mit der knappen Führung ging es in die Pause.
Nach dem Wechsel drängten die Gäste auf den Ausgleich und hatten auch die erste große Möglichkeit, doch ihnen fehlte an diesem Tag ein „Knipser" bzw. sie fanden mit Capan im Tor der SG ihren Meister.
Das umkämpfte Geschehen, auch mit einigen Nicklichkeiten versehen (vier Mal Gelb für Erlau/einmal für die SG), wogte auf und ab.
Die Defensive der Gastgeber um ihre Routiniers hielt stand und nach vorne ging mehrmals die Post ab. So in der 59. Minute als nach sehenswerten Ballwechseln über mehrere Stationen Stiehl geschickt wurde und dieser eiskalt zum umjubelten 2:0 einschoss. Möglichkeiten zum vielleicht entscheidenden 3:0 hatten Jeuth (62.), hier parierte Allzeit wieder glänzend und Töpfer (66.), er drosch das Leder allein vor Allzeit neben das Tor.
Auch einen katastrophalen Abwehrfehler der Gastgeber konnten die Gäste nicht zum Anschlusstreffer nutzen (68.). Der offene Schlagabtausch ging bis in die Schlussphase weiter. Einem weiteren Riesen für die Gäste (73.) folgten Möglichkeiten für Kirchner (75.) und Jeuth (82.). Praktisch im Gegenzug zeigte Capan sein Können genauso wie in der Nachspielzeit, als die frei vor ihm auftauchenden Gäste-Stürmer ihn nicht überwinden konnten.
Es sollte auch nach der fünfminütigen Nachspielzeit bei der 2:0-Führung bleiben und der Beifall der Fans nach dem Schlusspfiff war groß und verdient.

Nicht unbemerkt soll bleiben, dass der Gastgeber SG Lauscha/Neuhaus auch bei der Durchsetzung des Hygienekonzepts Spitze war.

Stimmen zum Spiel:
Volker Probst (Trainer SG):
Das war ein typischer Pokalfight, der mit einem hoch verdienten Sieg für uns endete. Die gesamte  Mannschaft hat hervorragend gekämpft und gespielt, es war kein Ausfall zu verzeichnen. Nun wollen wir nun auch noch das Finale gewinnen

Maximilian Töpfer (Mannschaftskapitän der SG):
Wir haben gut gespielt und bis zum Umfallen gekämpft. Ich glaube der Sieg war verdient. Hervorheben möchte ich noch die hervorragende Leistung unseres Torwarts Leonardo Capan. Er war neben all den anderen ein echter Rückhalt.

Gerhard Queck (Zuschauer):
Das war gegen über der Vorwoche in Veilsdorf eine deutliche Leistungssteigerung. Verdient steht die Mannschaft nun im Finale. Die Zuschauer haben auf beiden Seiten viele Chancen, aber leider nur zwei Tore, gesehen. Vor allem spielerisch haben mich diesmal die Probst/Schützlinge überzeugt. Schade, dass es gegen Heldburg mit dem Aufstieg nicht geklappt hat.

Seitens des Erlauer SV war nach dem Schlusspfiff kein Verantwortlicher zu einer Stellungnahme bereit, zu groß war anscheinend die Enttäuschung über das nicht erwartete Scheitern im Halbfinale gegen den Kreisligisten.

SG Lauscha/Neuhaus:
Capan, Ehle (72. Kirchner), Holl, Knauth, Heinze, Stiehl, Jeuth, Hienzsch, Müller-Litz (90. Müller-Sixer), Büchner, Töpfer
Erlauer SV Grün-Weiß:
Allzeit, Leue (46. Strauch), Pabst, Hellmich, Heidmüller (38. Birkenwald), Wohlleben, Greiner, Breuksch, Reckihn (65. Bräunig), Eggemann, Gruchenberg
Schiedsrichter: Marko Linß (Burgkunstadt)
Zuschauer: 200
Tore: 1:0 Töpfer (14. Foulelfmeter), 2:0 Stiehl (59.)

Karl-Heinz Scheler
Neuhaus am Rennweg
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Letztes Update: 09.11.2020 10:37