SG LAUSCHA / NEUHAUS...zwei Städte - EIN TEAM,


Lauschas Fußballhistorie


Die Historie des lauschaer Fußballvereins beginnt im Jahre 1907. Im Monat Juli trafen sich  junge, fußballinteressierte Lauschaer in der damaligen Gaststätte "Sonne" und gründeten den 1.FC 07 Lauscha. Schwer war der Anfang aber es ging vorwärts. Erste Erfolge stellen sich nach dem Ersten Weltkrieg ein. 1919 wird die Sportstätte "Steiniger Hügel" geschaffen. Der 1.FC 07 wird in die 1. Klasse des Gaues Südthüringen eingereiht. 1922 erringt Lauscha die 1. Südthüringer Meisterschaft und steigt in die Thüringer Kreisliga auf. Das erste internationale Freundschaftsspiel wird gegen TV Innsbruck gewonnen. 1925 wird zum zweiten Mal die Südthüringer Gaumeisterschaft der 1. Klasse errungen und damit die Teilnahme an den Spielen um die mitteldeutsche Meisterschaft erreicht. Nach 1928 spielt der 1.FC 07 eine führende Rolle im Kreis Sonneberg.




Team 1932


1933 steigt er in die Gauliga Gau-Mitte, damals die höchste deutsche Spielklasse, auf. Bis 1938 spielt der 1.FC 07 in der Gauliga gegen Mannschaften wie Jena, Magdeburg, Dessau u.a. 1935 und 1936 werden die Lauschaer Thüringer Meister. Spieler wie Werner Greiner-Sohn (Cohn) Elias Söllner, Magnus Müller-Buchbach und Franz Greiner-Lar sind herausragende Akteure und kicken in Thüringens Auswahl. Der zweite Weltkrieg bringt auch den Lauschaer Fußball zum Erliegen. Ein Neuanfang nach dem Krieg war unheimlich schwer. Die aus dem Krieg zurückgekehrten Sportler begannen ein neues Kapitel der Lauschaer Fußballgeschichte zu schreiben.Die älteren Sportfreunde wie Werner Greiner - Sohn, Oskar Büchner und Franz Fölsche stellten sich nochmals an die Seite der jüngeren wie Ernst Beck, Rudolf Schellhammer, Fredy Jäger, Heinz Leib, Werner Hähnlein und Adolf Knauer. Mit ihnen begann die bis heute erfolgreichste Zeit des Lauschaer Fußballsports. 1949 erfolgte die Bildung der Sportgemeinschaft Lauscha. Es begann der Aufstieg von der untersten Spielklasse (Kreisklasse) bis in die Landesklasse.




Lauscha gewann vor 3000 Zuschauern den Thüringen Pokal nach einem 8:2 Sieg gegen Hanewacker Nordhausen in Weimar. Danach wurden die Kicker vom Tierberg Meister der Landesklasse und stiegen in die DS-Liga auf, damals die höchste Spielklasse für Sportgemeinschaften. Das Aufstiegsspiel zur DDR-Oberliga wurde gegen Weimar nur äußerst knapp mit 0:1 vor 18000! Besuchern im Erfurter Georgie Dimitroff Stadion verloren. 1950 gewann Lauscha den Pokal der DDR für Sportgemeinschaften nach einem 1:0 Erfolg über Vorwärts Wismar in Erfurt.

Im gleichen Jahr erfolgte die Gründung der BSG Chemie Lauscha. In den 50er Jahren wurde Chemie Lauscha zum Inbegriff erfolgreichen DDR-Liga-Fußballs, der Lauschaer Tierberg zu einer festen Größe für alle Fußballfreunde über die Grenzen Thüringens hinaus. 1951 bis 1953 spielte Lauscha eine sehr gute Rolle in der DS-Liga, damals die zweithöchste Spielklasse der DDR. Unter Trainer Gerhard Fischer wuchs das Niveau der Mannschaft, der Tierberg war für viele Teams eine uneinnehmbare Festung. 1954 wurde in der DDR-Liga Staffel I der 4. Platz erreicht. Auf dem Tierberg blieben die Lauschaer in 13 Spielen ungeschlagen (11 Siege, 2 Remis). Zuschauerzahlen von 5000 und mehr waren normal. Der ganze Landkreis Neuhaus/Rwg. und darüber hinaus nahm Anteil an den Erfolgen der Chemiker. Auch in der zweiten Hälfte der 50er Jahre konnte Chemie Lauscha die bemerkenswerten Erfolge fortsetzen. 1955 spielen die Glasbläser, wie sie genannt wurden, nach erneuten Staffeleinteilungen nun in der II. DDR Liga, Staffel Süd, wurden 1956 Vizemeister und ein Jahr später Vierter.

1959 übernahm Oskar Büchner das Traineramt. Auf Anhieb wurde Lauscha Meister der DDR-Liga, Staffel 5. Aber in den Aufstiegsspielen zur 1. DDR-Liga scheiterte die Mannschaft hinter dem ewigen Kontrahenten und Ortsnachbarn Motor Steinach, mit dem man sich in all den Jahren begeisternde Duelle lieferte.


Team 1959


In den sechziger Jahren litt Chemie Lauscha unter der Delegierung von Spielern zum Lokalrivalen Motor Steinach. Höhepunkt war das 1962 geplatzte Spiel im Achtelfinale des FDGB-Pokals gegen Lok Stendal, in welchem Lauscha aus Protest wegen Delegierungen von Leistungsträgern nicht antrat. Offiziell gab der Verein an, „keine vollzählige Mannschaft mehr zusammen zu bekommen".


In der Folgezeit agierte Lauscha bis zur Wende auf regionaler Ebene des Bezirkes Suhl. Eine Rückkehr in den höherklassigen Fußball gelang dem inzwischen umbenannten FSV 07 Lauscha nicht mehr.




Die Fußballhistorie von Neuhaus am Rennweg


Mit freundlicher Unterstützung von 

Jens Krauße, Siegfried Weigelt, Thomas Kunowski (verst.) und Heinz Winkelmayer (verst.)

Quellenangabe: Festschrift 85 und 100 Jahre Fußball in Neuhaus am Rennweg


Trotz intensiver Recherche konnte leider kein genaues Gründungsdatum das ersten Fußballvereines bzw. Fußballclubs gefunden werden. Erste gesicherte Zeugnisse vom Fußball in Neuhaus am Rennweg waren in der Lauschaer Festschrift zum 20jährigen Fußballjubiläum nachzulesen. Nach den vorliegenden Informationen wird von der Gründung des ersten Fußballvereines, des FC Igelshieb, im Jahre 1910 ausgegangen. Bereits 1911 zog der Ortsteil Neuhaus nach und gründete den SC Neuhaus.


Der FC Igelshieb schaffte als erster Verein 1921/22 den Sprung in die Gauliga.

Mit der Gründung der Sportvereinigung Neuhaus-Igelshieb im Jahre 1923 sollte der Fußball in Neuhaus am Rennweg eine erste Blütezeit erfahren. Igelshieb hat in diese Vereinigung die Zugehörigkeit zur Gauliga eingebracht. Der Zusammenschluss der Vereine hatte mehrere Gründe. Gemeinsam gab es ein größeres Spielerpotential und als Folge eine größere Leistungskraft. Der Verein war nun zahlenmäßig auf 400 Mitglieder angewachsen. Das Hauptargument aber war die wirtschaftliche Notlage in dieser Zeit. So Spielte der Verein in den Jahren 1923/24 und 1924/25, 1926/27 bis 1932/33 insgesamt neun Spielzeiten in der Gauliga Klasse 1 Südthüringen. 




Mit dem Machtantritt der NSDAP im Jahr 1933 wurde die Arbeitersportbewegung und damit auch der Fußballsport verboten. Am 28.03.1933 wurde das gesamte Vermögen der Arbeiter- Turn- und Sportbewegung enteignet. Durch die Aufnahme der Arbeitersportler im Turnverein Igelshieb konnte eine Fußballmannschaft gegründet werden, die in der II.Kreisklasse Gau Südthüringen spielte. Das Auf und Ab der 1.Mannschaft der Spvgg Neuhaus-Igelshieb hatte bis zum Spieljahr 1938/39 kein Ende. Im Spieljahr 1938/39 wurde die Mannschaft Kreismeister der 1. Klasse des Gaus Südthüringen und schaffte über die Aufstiegsrunde den Aufstieg in die zweithöchste Spielklasse unserer Region, die Bezirksklasse. Durch den Ausbruch des 2. Weltkrieges kam jedoch das Spielgeschehen nach und nach zum erliegen.




Unter schwierigsten Umständen wurde im Sommer 1945 der Spielbetrieb wieder aufgenommen. Im ehemaligen Gasthaus "Zur frischen Quelle" in Neuhaus-Igelshieb wurde im Sommer 1945 beschlossen, für Neuhaus eine einheitliche Sportbewegung ins leben zu rufen. Die Pioniere dieses Neubeginnes waren Albin Kuhles und Paul Hager. Bereits am 19.Mai 1946 fanden die ersten Pflichtspiele des Sportbezirkes Nord zwischen Haselbach und Neuhaus statt, welches 3:6 für Neuhaus endete. Am 6.Mai 1949 wurde die Sportgemeinschaft in ZSG (Zentrale Sportgemeinschaft) Industrie Neuhaus umbenannt. In der Spielserie 1948/49 sicherte sich Neuhaus einen Aufstiegsplatz in der Südthüringer Bezirksklasse. Am 13.Juli 1949 schaffte die ZSG Neuhaus im Ausscheidungsspiel in Oberlind gegen Rauenstein durch einen 4:0 Sieg den Aufstieg in die Südthüringer Bezirksklasse. Ab 1951 wurde in Neuhaus unter dem Namen BSG Motor Neuhaus Fußball gespielt. Die 1.Mannschaft belegte in der Spielserie 1952/53 den 1. Platz in der Kreisklasse des neuen Kreises Neuhaus und stieg in die Bezirksklasse auf und belegte in der Spielserie 1953/54 Platz 2 hinter Chemie Veilsdorf. Durch einen 4:0 Sieg über Motor Katzhütte in der Aufstiegsrunde wurde der Aufstieg in die Bezirksliga am 23.05.1954 geschafft. Von 1954 bis 1959 spielte die BSG Motor Neuhaus in der Bezirksliga.


Mit dem Abstieg der Neuhäuser Mannschaft aus der Bezirksliga im Jahr 1958/59 begann eine Berg – und Talfahrt der Fußballsportler der Stadt Neuhaus. In den 60iger Jahren ging es auf und ab von der Bezirksklasse in die Bezirksliga und umgekehrt. Den Tiefstand der Entwicklung im Neuhäuser Fußballsport erreicht die Mannschaft in den Spieljahren 1966-68 mit dem Abstieg aus der Bezirksklasse und ein Jahr später mit dem Abstieg aus der I. in die II. Kreisklasse.

Ab 1970 organisierten sich die Neuhäuser Fußballer in der BSG Röhrenwerk Neuhaus. Mit dem Kreispokalsieg und dem Kreismeistertitels in der Spielserie 1971/72 begann langsam der Aufschwung des Fußballsports in Neuhaus. Bis 1975 spielte die BSG Röhrenwerk Neuhaus in der I. Kreisklasse und im Spieljahr 1975/76 wurde mit dem Trainer Heinz Winkelmayer endlich ein langersehnter Wunsch war,  Neuhaus wurde Kreismeister und stieg in die Bezirksklasse auf.



Die folgenden Jahre in der Bezirksklasse waren  unterschiedlich erfolgreich. 1976/77 erreichte Neuhaus Tabellenplatz 5. Am 07.Januar 1978 belegte Neuhaus Platz 3 der Hallenbezirksmeisterschaften in Bad Salzungen. Im Spieljahr 1981/82 umbenannt in BSG Mikroelektronik Neuhaus wurde souverän der 1. Platz in der Bezirksklasse Staffel 1 erkämpft und damit das Ziel , Aufstieg in die Bezirksliga,  erreicht. Von den insgesamt 26 Spielen wurden 19 gewonnen , 6 unentschieden und nur 1 verloren. Die Mannschaft brachte es auf immerhin 81 Treffer. Überragender Torschütze war Bernd Töpfer mit 27 Toren. Die folgenden 3 Jahre verliefen ähnlich erfolgreich bevor es in der Saison 1985/86 in der Bezirksklasse und in der Saison 1988/89 in der 1. Kreisklasse weiter ging.

In der Wendesaison 1989/90 spielten in Neuhaus neun Mannschaften im Spielbetrieb und die Erste Mannschaft erreichte Platz 5 in der I. Kreisklasse nun unter dem Namen SV 1860 Neuhaus am Rennweg. Der Aufstieg in die Kreisliga gelang nach der Saison 1993/94 mit Platz 4 in der Tabelle.



Auf Grund finanzieller und interner Probleme wurde der Verein am 24.04 2003 liquidiert. Die Fußballer des ehemaligen Vereins SV 1860 Neuhaus fanden im WSV 1907 Neuhaus am Rennweg eine neue sportliche Zukunft und spielten ab 01.07.2003 unter diesem Namen in der Kreisliga Sonneberg. 


Auf Antrag des FSV 07 Lauscha und des WSV 1907 Neuhaus wurde ab der Saison 2010/11 die   Spielgemeinschaft Lauscha/Neuhaus gegründet.  


SG LAUSCHA-NEUHAUS...zwei Städte - EIN TEAM,


unter diesem Motto fusionierten im Jahre 2010 die Fußballer der Vereine SV Lauscha und  WSV 1907 Neuhaus um fortan gemeinsam auf die Jagd nach sportlichen Erfolgen zu gehen. Die Spielgemeinschaft verknüpft seither die Wege zweier traditionsreicher Vereine.







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Letztes Update: 17.09.2019 12:01