1.MÄNNER
FSV 06 Ohratal - SG Lauscha/Neuhaus 0 : 1
Samstag, den 01.08.2026 um 15.00 Uhr Stadion Ohrdruf
Tor des Tages zwischen dem Rettungswagen
Warum kommen die Männer der SG Lauscha/Neuhaus nach ihrem Auftritt in Hohenkirchen nicht mehr aus dem Staunen heraus?
Als klarer Favorit war der FSV Ohratal von Trainer Philipp Kiebert in das Duell mit Aufsteiger SG Lauscha/Neuhaus gegangen, doch am Ende stand auf dem holprigen Ausweichplatz in Hohenkirchen eine überraschende 0:1-Niederlage. „Heute kam einfach alles zusammen“, klagte Kiebert nach der Partie. Schon in der ersten Halbzeit musste er zweimal unfreiwillig wechseln. Zunächst erwischte es Neuzugang Phillip König. Der von Regionalligist Luckenwalde gekommene „Königstransfer“ bekam in dem intensiv geführten Duell früh einen Tritt ab und musste in der 24. Minute vom Feld. Die Diagnose nach der Untersuchung im Krankenhaus war niederschmetternd: Der Mittelfuß ist gebrochen.
Der für König gerufene Rettungswagen traf gerade ein, als auch Bastian Kehl verletzt am Boden lag. Der Ohrataler zog sich eine Platzwunde am Kopf zu und musste ebenfalls ins Krankenhaus gebracht werden. Zwischen den beiden Verletzungsszenen schlug der Aufsteiger zu und erzielte das Tor des Tages: Eine Ecke segelte in der 32. Minute gefährlich vor das Ohrataler Tor, Josef Hienzsch war zur Stelle und drückte den Ball aus kurzer Distanz über die Linie.
Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Gastgeber den Druck und kamen zu Möglichkeiten. Doch der Ball wollte einfach nicht ins Tor. Lauscha/Neuhaus verteidigte leidenschaftlich, warf sich in die Zweikämpfe und brachte den knappen Vorsprung mit großem Einsatz über die Zeit. Kiebert wollte die Niederlage anschließend nicht allein mit den schwierigen äußeren Umständen erklären. Gespielt wurde in Hohenkirchen, weil das Stadion in Ohrdruf nach der Rasensanierung noch gesperrt ist. „Der kleine Platz kam natürlich den Lauschaern entgegen, was aber keine Ausrede sein soll“, sagte Kiebert. „Lauscha hat es gut gemacht.“
Daniel Meyer, Trainer der SG Lauscha/Neuhaus, widerspricht nicht: „Ich kann ihm nur zustimmen. Im Endeffekt war es wirklich ein kleiner Platz. Ob es im Endeffekt ein Vorteil war für uns oder nicht, sei mal dahingestellt. Wir haben es als Mannschaft sehr leidenschaftlich gemacht. Wir sind als Mannschaft aufgetreten; da war kein Ausfall dabei. Im Vorfeld hatte wohl keiner gedacht, dass wir da was mitnehmen. Das war ein stückweit auch unser Vorteil. Ich sage immer: Wir hatten keine Chancen, und die haben wir genutzt. Ich denke, wir haben verdient gewonnen und vor allem auch überrascht mit unserer Spielweise. Weil wir uns nicht hinten reingestellt haben, weil wir trotz des kleinen Platzes vorne angelaufen sind, weil Ohrdruf damit auch nicht gerechnet hat. Wir haben sie unter Druck gesetzt und zu Fehlern gezwungen. Wir haben sogar das 2:0 gemacht, was uns unverständlicherweise aberkannt wurde, aber unterm Strich geht der Sieg völlig in Ordnung.“ meat/fri
eure SG



